Erneut ist ein BAVARIA-Kunde Opfer einer Orca-Attacke in der Straße von Gibraltar geworden. Ziel der Schwertwale waren die Ruderblätter des nagelneuen 40-Fuß-Katamarans, der sich auf einer Überführungsfahrt von Frankreich nach Griechenland befand.

Der Kunde des Kats schildert den Vorfall wie folgt: „Während der Überführung des Schiffes von La Rochelle nach Athen wurde das Boot außerhalb von Gibraltar von Orcas (Killerwalen) angegriffen. Nach dem Vorfall sprang der Skipper ins Wasser, um zu prüfen, ob das Boot beschädigt war, ohne zu diesem Zeitpunkt etwas Konkretes zu bemerken. Am Montag kam der Katamaran schließlich in einer Werft an, wo er für eine Inspektion aus dem Wasser gehoben wurde. Sofort wurde festgestellt, dass beide Ruder nicht mehr richtig ausgerichtet und beschädigt waren. Die Welle beider Ruder war verbogen und auch der Polyesterteil der Ruder war gerissen und aufgebrochen. Außerdem ist das Rohr, das die beiden Ruder verbindet, ebenfalls vom Aufprall betroffen und verbogen.“

„Appetit“ auf Ruderblätter
„Appetit“ auf Ruderblätter

Dieses Szenario ist längst kein Einzelfall. Seit dem Sommer 2020 häufen sich die Berichte von ganz ähnlichen Vorfällen vor der Küste Spaniens und Portugals. Forscher und Experten sind sich uneinig, was das für Schwertwale eigentlich ungewöhnliche Verhalten ausgelöst haben könnte. Während die einen eine Erklärung in dem jugendlichen Übermut einzelner Walindividuen sehen, die ihre pubertäre Kraft an Segelbooten austesten, sind andere der Meinung, dass ein ganz spezifischer, aversiver Vorfall zwischen Wal und Schiff der Auslöser dafür gewesen sein könnte, dass die Tiere Boote nun als Fressfeinde einschätzen und angreifen. 
Orcas gehören zur Familie der Delfine und leben in relativ engen Familienverbänden von bis zu zehn Tieren, innerhalb derer sie Verhaltensmuster und Jagdstrategien weitergeben. Sie sind dafür bekannt, in koordinierten Gruppen zu jagen.

Sandra Ahrabian, Vorstandsvorsitzende der BAVARIA AG, kommentiert: „Der Schaden ist selbstverständlich bereits behoben und ausgeglichen; wir sind schließlich für unsere sehr schnelle Schadenregulierung bekannt.  Es ist nunmehr der zweite Fall dieser Art, der uns gemeldet wird. Die extreme Häufigkeit solcher Orca-Attacken wie sie mitunter medial suggeriert wird, können wir bei der BAVARIA AG nicht bestätigen.“